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1928 (Portrait H. Schomberg)

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass der am 05. Februar 1895 in Lichtenau geborene
Installateur- und Klempnermeister Heinrich Schomberg das Geschäft des verstorbenen
Klempnermeisters August Krekeler in Paderborn am Kamp 3 - mitten in der
Weltwirtschaftskrise - erwarb, dann kann man ermessen, wie viel unternehmerischer
Mut dazu gehörte.
Heinrich Schomberg , der seine Lehre von 1910 – 1913 beim Klempnermeister
Paul Wöhning in der Paderborner Fürstenbergstraße absolviert hatte, bevor er nach Essen
ging um sich dort weiterzubilden, legte 1922 vor der Handwerkskammer in Bielefeld
seine Meisterprüfung ab.
Kurz nach der Übernahme des Geschäfts am 1. Januar 1928 folgte die Eheschließung mit Theresia Dorothea Böger, Tochter des Klempnermeisters Johann Heinrich Böger.

1935

Den Erben der Familie von Schlechtendahl kaufte am 1. März 1935 das tatkräftige junge Paar das Haus Rosenstraße Nr. 6 ab. 24.000 Mark in bar wurden dazu auf den Tisch gelegt, viel Geld für die damalige Zeit. Noch im darauffolgenden Jahr wurde das Haus für etwa die gleiche Summe zu einem Geschäftshaus umgebaut.

1945

Im zweiten Weltkrieg wurde das Haus am 27. März 1945 völlig zerstört. Mit unermüdlichem Eifer ging Familie Schomberg an die schwere Aufgabe, ihr Eigentum wieder auf zu bauen. Noch während des Aufbaus nahm Heinrich Schomberg zusammen mit sieben Gesellen die handwerkliche Arbeit wieder auf. 1949 waren Werkstatt und Wohnung wieder voll hergestellt.

1963

Am 5. März 1963 starb Heinrich Schomberg, nachdem er mehr als 30 Jahre Lehrlingswart der Innung war. Auch die Handwerkskammer in Bielefeld verlor mit seinem Tod einen ihrer Meisterprüfungs-Beisitzer.

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1964 (Bild F.-J. Schomberg)

Heinrich Schomberg wusste seine Firma in guten Händen. Hatte doch sein Sohn Franz-Josef Schomberg, der am 1. Januar 1964 den Betrieb übernahm, im Februar 1959 in Bielefeld bereits seine Meisterprüfung abgelegt. Kurz danach heiratete er seine jetzige Ehefrau Hildegard, geb. Berken. Vier Kinder machten aus dem Ehepaar eine Familie. Seit über 40 Jahren unterstützt Hildegard Schomberg ihren Mann tatkräftig im Betrieb und sorgt für einen reibungslosen Ablauf von der Buchhaltung bis hin zum Kundendienst.

1968

Um die vermehrten Aufträge in gewohnter Qualität und Termintreue ausführen zu können, wurde im Mai 1968 die Werkstatt in der Rosenstraße abgerissen, unterkellert und vergrößert, um den neuen Ansprüchen gerecht zu werden. Im Mai wurde Nachfolger Heinz-Josef geboren.

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1975 (Luftaufnahme)

Mit der Sperrung der Westernstraße für den Fahrzeugverkehr ergaben sich erhebliche Zufahrtsbehinderungen für die Firmenfahrzeuge, so dass Franz-Josef Schomberg sich um ein 3100 m² großes Grundstück im Gewerbegebiet Dören bemühte. Dieses fand er in der Herlestraße 21. Im August 1975 wurde mit dem Bau der Werkstatt begonnen und schon im März 1977 konnte der Umzug erfolgen. Durch seine Risikobereitschaft und sein ausgeprägtes unternehmerisches Denken und Handeln baute Franz-Josef Schomberg das traditionelle Handwerksunternehmen in den Folgejahren zu einem Meisterbetrieb aus, der innerhalb der Branche und über die Grenzen Paderborns hinaus über einen ausgezeichneten Ruf verfügt.

Seit über 25 Jahren ist Franz-Josef Schomberg im Vorstand der Innung Sanitär/Heizung tätig. Davon 20 Jahre als Lehrlingswart/Stellvertreter.

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1993 (Foto H.-J. Schomberg)

Unterstützung aus der Familie zeichnete sich ab, als das jüngste der vier Kinder, Heinz-Josef, 1988 seine Lehre in der elterlichen Firma absolvierte und erste berufliche Erfahrungen dort sammelte. Als staatlich geprüfter Techniker in der Fachrichtung Sanitärtechnik und mit den Meisterbriefen als Gas- und Wasserinstallateur und Klempner in der Tasche kehrte Heinz-Josef Schomberg 1993 in den Betrieb zurück. Hatte er doch nun die besten Vorraussetzungen, um das mittelständische expandierende Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater für die weitere Zukunft zu rüsten.

1995

Die Gründung der Franz-Josef Schomberg GmbH dokumentiert die harmonische und zukunftsorientierte Zusammenarbeit von Vater und Sohn als gleichberechtigte Partner. Die steigenden wirtschaftlichen Anforderungen sowie die Spezialisierung auf Metallbedachungen machten eine Erweiterung der betrieblichen Räumlichkeiten und des Maschinenparks erforderlich. Durch den 1996 fertiggestellten Anbau wurde die Nutzfläche auf 1.200 m² verdoppelt. Im Jahr 2000 folgte die Aufstockung des Bürotraktes entsprechend der Personalentwicklung im technischen und kaufmännischen Bereich.

2002

Heute präsentiert sich die Franz-Josef Schomberg GmbH mit 28 Mitarbeitern als modernes, auf die Kundenwünsche spezialisiertes Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen:

• Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik
• Klempnerei
• Fassadenverkleidung
• Metallbedachung
• Badgestaltung aus einer Hand
• Feuerlöschanlagen
• Regenwassernutzungsanlagen
• Solaranlagen
• Individuelle Kundendienst- und Serviceleistungen
• Planungsbüro für technische Gebäudeausstattung

 

Zwei wesentliche Faktoren sind es, die ein Traditionsunternehmen wie die Firma Franz-Josef Schomberg GmbH seit über 75 Jahren an der Spitze des Klempner- und Installateurhandwerks halten: das ist zum einen das unternehmerische Handeln der Geschäftsführer und zum anderen die Mitarbeiter, die mitunter seit über 30 Jahren ihr Können und Wissen in den Dienst der Firma stellen. Seit 2001 unterstützt der Dipl.-Ing. Thomas Vockel die Geschäftsführung und erweitert das Dienstleistungsangebot in den Bereichen Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik.

In den 75 Jahren bildete die Firma Franz-Josef Schomberg GmbH rund 100 Lehrlinge aus. Alle bestanden ihre Prüfung mit Erfolg.